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Was sind Krampfadern? Der Begriff kommt aus dem Althochdeutschen und meint „Krumm-Ader“. Hierbei handelt es sich um krumme, erweiterte, schlangenförmige Beinvenen mit funktionsuntüchtigen Venenklappen. Wie entstehen Krampfadern? Der fortwährende Druck des Blutes auf die Venenwände erweitert die Venen, so dass die Venenklappen nicht mehr funktionsgerecht schließen. Das Blut versackt somit in den oberflächlichen Venen und erhöht dort den Innendruck. Die Venenwände dehnen sich weiter, sie werden dicker, verlängern und schlängeln sich.
Was begünstigt die Bildung von Krampfadern? Hauptursache für die Entstehung von Krampfadern ist eine angeborene Bindegewebsschwäche. Frauen sind davon stärker betroffen, da sie ein weicheres Bindegewebe haben. So entwickelt jede dritte Frau in der Schwangerschaft Krampfadern, die sich jedoch nach der Geburt größtenteils wieder zurückbilden. Begünstigt wird die Bildung von Krampfadern zudem durch Bewegungsmangel. Da sich bei langem Stehen oder Sitzen der Druck auf die Venen erhöht, neigen bestimmte Berufsgruppen wie z.B. Verkäuferinnen, Friseure und Köche besonders stark zu Krampfadern. Weitere Risikofaktoren sind Übergewicht sowie übermäßiger Alkohol- und Nikotinkonsum. Welches sind die ersten Symptome? Typisch für das Krampfaderleiden sind müde, schwere und angespannte Beine, geschwollene Fußknöchel, ziehende, stechende Schmerzen im Bein, nächtliche Fuß- und Wadenkrämpfe und abendlicher Juckreiz in den Beinen. Diese ersten Anzeichen sollten nicht ignoriert werden. Denn je früher ein Venenleiden wie Krampfadern erkannt wird, desto besser kann es behandelt werden. Warum sind Krampfadern so gefährlich? Wird das Krampfaderleiden nicht behandelt, können im Laufe der Zeit schwere Schädigungen des Beines und des Venensystems eintreten. Durch den langandauernden Blutstau in den Venen werden die Gefäße immer durchlässiger. Die Folge sind Wasseransammlungen in den Beinen (Ödeme) und im weiteren Verlauf Hautverfärbungen. Im fortgeschrittenen Stadium kann es zu Entzündungen der Krampfadern kommen, in deren Folge eine Venenthrombose und im schlimmsten Fall sogar ein Geschwür („offenes Bein“) entstehen können. Wie werden Krampfadern diagnostiziert? Neben der klinischen Untersuchung stehen dem Arzt verschiedene schmerzfreie, nicht invasive Methoden der modernen Medizin zur Verfügung. Die Lichtreflexions-rheographie und die Venenverschlussplethysmographie geben Auskunft über die Beeinträchtigung des Blutumlaufens am Bein. Mit der Dopplersonographie kann festgestellt werden, ob die tiefen Venen durchgängig sind, ob die Venenklappen funktionieren und in welche Richtung das Blut fließt. Mit der farbcodierten Duplexsonographie können die Arterien und Venen sichtbar gemacht werden, sowie Klappenfunktion und Flussverhältnisse untersucht werden. In seltenen Fällen muss man eine Röntgenkontrastdarstellung der Venen, eine Phlebographie, durchführen. Wie können Krampfadern behandelt werden? Leichte bis mittlere Beschwerden können mit Stützverbänden oder Kompressionsstrümpfen behandelt werden. Diese mindern die Beschwerden, die Krampfadern selbst aber bleiben bestehen. Kleine bis mittlere Krampfadern wie die sogenannten Besenreiser lassen sich leicht und schmerzfrei veröden, mit oder ohne Schaum. In schwereren Fällen wird die ganze veränderte Vene vom Knöchel bis zur Leiste operativ entfernt, entweder mit der klassischen Stripping-Methode oder heutzutage auch immer häufiger mit der endovenösen Lasertherapie. Wie können Sie Krampfadern vorbeugen? Wie kaum bei einer anderen Krankheit kann der Patient selbst etwas gegen den Ausbruch eines Venenleidens unternehmen, also vorbeugen oder den Arzt unterstützen.
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