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Thrombose – was ist das eigentlich? Unter einer Thrombose der tiefen Venen versteht man die plötzliche (akute) Bildung eines Gerinnsels im Leitvenensystem. Das Gerinnsel (Thrombus) kann die Vene ganz oder teilweise verschließen und die gesamte Extremität befallen. Die tiefen Venen sind innerhalb des Blutgefäßsystems die wichtigsten Blutgefäße für den Rücktransport des venösen Blutes zum Herzen. Sind sie in ihrer Funktion in irgendeiner Weise beeinträchtigt, wird der gesamt Blutkreislauf – und damit die Entsorgung der Schadstoffe aus dem umliegenden Gewebe – stark behindert. Eine solche dramatische Funktionsstörung stellt eine Thrombose dar, die sich in einer tiefen Venen herausgebildet hat.
Wie entsteht eine tiefe Venenthrombose? Manche, insbesondere vererbbare Erkrankungen können eine Veränderung der Blutzusammensetzung mit Verminderung des flüssigen Anteils bewirken. Hierdurch wird die Gerinnbarkeit erhöht. Andere Erkrankungen (bösartige Tumore oder Lebererkrankungen) können das Gerinnungssystem schädigen. Beides kann zur Thrombose führen. Der Rückfluss des Blutes in den Venen zum Herzen wird wesentlich durch die Tätigkeit der Wadenmuskeln bewirkt. Fällt diese aktive „Muskelpumpe“ aus, dann verlangsamt sich der Blutstrom und kann unter Umständen ganz zum Stillstand kommen. Dies führt zu einer Gerinnung des Blutes in den Gefäßen (Thrombose). Bettlägerigkeit mit unzureichender Mobilisierung, langes Sitzen ohne ausreichende Bewegungsmöglichkeiten (Auto, Bus oder Flugreisen) und ruhigstellenden Verbände mit Gelenkeinschluss (Gips) erhöhen durch Verlangsamung des Blutflusses das Thromboserisiko. Welches sind die ersten Anzeichen einer Thrombose? Jede Beinschwellung, die nicht eine eindeutig andere Ursache hat, ist thrombose-verdächtig. Rund zwei Drittel aller Patienten mit einer tiefen Beinvenenthrombose haben aber nur schwache oder gar keine Symptome! Manchmal besteht nur ein Druckgefühl in der Wade oder ein ziehender Schmerz. Starke Beschwerden wie Schwellungen, Blauverfärbungen der Haut oder diffuse Schmerzen in der Wade oder im gesamten Bein treten erst dann auf, wenn ein größerer Veneabschnitt verstopft ist. Diagnostische Maßnahmen Mit einfachen apparativen Untersuchungen kann man sehr schnell die richtige Diagnose stellen und die genaue Lokalisation der Thrombose aufzeigen.
Welche Folgen haben Thrombosen? Die am meisten gefürchtete Komplikation in der Frühphase einer Thrombose ist die Lungenembolie, welche in seltensten Fällen tödlich verlaufen kann. Diese akute Folge bildet sich durch ein abgelöstes Gerinnsel, das mit dem Blutstrom verschleppt wird und in die Lungenstrombahn weitergeleitet wird und dort hängen bleibt. Häufig führt eine Beinvenenthrombose – ob behandelt oder nicht und unabhängig von der Lokalisation – zu einem „postthrombotischen Syndrom“. Die Folgeerscheinungen sind Schwellneigung, Hautverfärbung und Unterhautverhärtung, was die Entstehung von Venen-Geschwüren, den „offenen Beinen“, begünstigt. Wie wird eine Thrombose behandelt? In den meisten Fällen kann eine Thrombose ambulant behandelt werden. Nur in besonders schweren Fällen, bei Ausdehnung der Thrombose bis in das Becken oder den Bauchraum sowie Zeichen einer Lungenembolie, machen eine stationäre Behandlung erforderlich. Die Therapie besteht aus Die operative Behandlung ist dank neuester Medikamente nur noch in ganz wenigen Sonderfällen notwendig. Ihr Praxisteam |
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