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Ultraschallgerät im Gefäßzentrum Bielefeld für Gefäßdiagnostik

Lymphödem-Erkrankungen

Wenn der Lymphabfluss gestört ist

Lymphödem-Erkrankungen entstehen, wenn der Abfluss der Lymphflüssigkeit im Körper nicht mehr richtig funktioniert. Die Lymphflüssigkeit sammelt sich dann im Gewebe an und führt zu anhaltenden Schwellungen, meist an Armen oder Beinen. Betroffene berichten häufig über ein Spannungsgefühl, Schwere, Bewegungseinschränkungen oder eine zunehmende Verhärtung der Haut. Ein Lymphödem entwickelt sich oft schleichend und wird anfangs nicht immer als Erkrankung erkannt.

Häufige Ursachen für ein Lymphödem sind Krebsbehandlungen mit Entfernung oder Bestrahlung von Lymphknoten, Infektionen, Verletzungen, Operationen, chronische Venenerkrankungen sowie Übergewicht. Darüber hinaus gibt es weitere Formen und Auslöser von Lymphödemen, die ebenfalls einer gezielten medizinischen Abklärung bedürfen.

Im Gefäßzentrum an der Alfred-Bozi-Straße in Bielefeld sind wir auf die Diagnostik und Betreuung von Lymphödem-Erkrankungen spezialisiert. Unser Anspruch ist es, Beschwerden ernst zu nehmen, Ursachen verständlich zu erklären und gemeinsam mit Ihnen ein geeignetes Behandlungskonzept zu entwickeln.

Unsere Leistungen bei Lymphödem-Erkrankungen

Lymphödem nach Krebsbehandlung

Nach einer Krebsbehandlung kann es zu einem Lymphödem kommen, insbesondere wenn Lymphknoten operativ entfernt oder bestrahlt wurden. Das Lymphsystem wird dadurch dauerhaft geschädigt, sodass die Lymphflüssigkeit nicht mehr ausreichend abtransportiert werden kann. Schwellungen treten häufig zeitverzögert auf, manchmal erst Monate oder Jahre nach der eigentlichen Therapie. Im Gefäßzentrum klären wir, ob ein behandlungsbedingtes Lymphödem vorliegt und beraten zu sinnvollen therapeutischen Maßnahmen.

Lymphödem nach Operationen oder Verletzungen

Auch Operationen oder Verletzungen außerhalb einer Krebsbehandlung können das Lymphsystem beeinträchtigen. Narben, Gewebeschäden oder Entzündungen können den Lymphabfluss behindern. Die Folge sind anhaltende Schwellungen, die sich durch Hochlagern oft nur unzureichend bessern. Eine gezielte Diagnostik hilft, ein Lymphödem von anderen Schwellungsursachen zu unterscheiden.

Lymphödem bei Infektionen

Bestimmte Infektionen können die Lymphgefäße schädigen oder entzünden. Wiederholte Entzündungen erhöhen das Risiko, dass sich ein chronisches Lymphödem entwickelt. Betroffene leiden dann nicht nur unter Schwellungen, sondern auch unter einer erhöhten Infektanfälligkeit der betroffenen Körperregion. Eine frühzeitige medizinische Einschätzung ist wichtig, um Komplikationen zu vermeiden.

Lymphödem bei chronischen Venenerkrankungen

Chronische Venenerkrankungen können den Abfluss der Lymphflüssigkeit zusätzlich belasten. In solchen Fällen spricht man von einem kombinierten Venen-Lymphödem. Die Beine sind dauerhaft geschwollen, die Haut verändert sich und die Beschwerden nehmen im Tagesverlauf zu. Im Gefäßzentrum berücksichtigen wir sowohl das venöse als auch das lymphatische System bei der Beurteilung und Beratung.

Lymphödem bei Übergewicht

Starkes Übergewicht stellt eine erhebliche Belastung für das Lymphsystem dar. Das Fettgewebe kann Lymphbahnen einengen und den Abfluss der Lymphflüssigkeit behindern. Dadurch steigt das Risiko für die Entwicklung eines Lymphödems deutlich. Eine medizinische Abklärung hilft, den Zusammenhang zwischen Gewicht und Lymphabfluss besser zu verstehen und geeignete Maßnahmen zu besprechen.

Angeborenes Lymphödem

Neben den erworbenen Formen gibt es auch angeborene Lymphödeme. Dabei ist das Lymphsystem von Geburt an nicht vollständig oder nicht richtig angelegt. Die Beschwerden können bereits im Kindes- oder Jugendalter auftreten, manchmal aber auch erst im Erwachsenenalter. Eine genaue Diagnostik ist wichtig, um diese Form des Lymphödems sicher einzuordnen.

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Glossar – Fachbegriffe einfach erklärt

Manche Wörter und Begriffe sind schwer verständlich. Im Glossar erklären wir diese Wörter und Begriffe.

Ein Lymphödem ist eine chronische Schwellung, die durch eine Störung des Lymphsystems entsteht. Das Lymphsystem hat die Aufgabe, überschüssige Gewebsflüssigkeit, Eiweiße und Abfallstoffe aus dem Körper abzutransportieren. Ist dieser Abfluss gestört, sammelt sich die Lymphflüssigkeit im Gewebe an. Typischerweise sind Arme oder Beine betroffen, seltener auch andere Körperregionen. Ein Lymphödem entwickelt sich meist langsam und wird anfangs oft nicht als ernsthafte Erkrankung erkannt. Im Verlauf kann sich das Gewebe verhärten, die Haut wird dicker und anfälliger für Infektionen. Lymphödeme sind in der Regel nicht heilbar, können aber durch eine frühzeitige Diagnose und gezielte Maßnahmen gut kontrolliert werden.

Ein sekundäres Lymphödem entsteht als Folge einer anderen Erkrankung oder äußeren Einwirkung. Häufige Ursachen sind Operationen, bei denen Lymphknoten entfernt wurden, Bestrahlungen im Rahmen einer Krebsbehandlung, schwere Infektionen, Verletzungen oder chronische Entzündungen. Durch die Schädigung der Lymphbahnen kann die Lymphflüssigkeit nicht mehr ausreichend abtransportiert werden. Die Schwellung tritt meist in dem Körperbereich auf, der von der Schädigung betroffen ist. Sekundäre Lymphödeme können sich auch erst lange Zeit nach dem auslösenden Ereignis entwickeln. Eine genaue medizinische Abklärung ist wichtig, um das Lymphödem sicher zu erkennen und von anderen Ursachen für Schwellungen abzugrenzen.

Das primäre Lymphödem ist eine angeborene Erkrankung des Lymphsystems. Dabei sind die Lymphgefäße oder Lymphknoten von Geburt an fehlgebildet oder in ihrer Funktion eingeschränkt. Die Symptome können bereits im Kindesalter auftreten, sich aber auch erst im Jugend- oder Erwachsenenalter zeigen. Häufig sind Beine betroffen, seltener Arme oder andere Körperregionen. Da das primäre Lymphödem genetisch bedingt ist, besteht meist keine auslösende Vorerkrankung. Eine frühzeitige Diagnose ist wichtig, um das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen und Komplikationen wie Hautveränderungen oder Infektionen zu vermeiden.

Das Lymphsystem ist ein wichtiger Bestandteil des menschlichen Immunsystems. Es besteht aus einem Netzwerk von Lymphgefäßen, Lymphknoten und lymphatischen Organen. Seine Hauptaufgabe ist es, überschüssige Flüssigkeit aus dem Gewebe aufzunehmen und in den Blutkreislauf zurückzuführen. Gleichzeitig spielt das Lymphsystem eine zentrale Rolle bei der Abwehr von Krankheitserregern. Ist das Lymphsystem geschädigt oder überlastet, kann es zu einer Ansammlung von Lymphflüssigkeit im Gewebe kommen. Dies führt zur Entstehung eines Lymphödems.

Lymphknoten sind kleine, bohnenförmige Filterstationen im Lymphsystem. Sie kommen an verschiedenen Stellen im Körper vor, zum Beispiel im Hals-, Achsel- oder Leistenbereich. Lymphknoten filtern Krankheitserreger und Fremdstoffe aus der Lymphflüssigkeit und sind ein wichtiger Teil der Immunabwehr. Werden Lymphknoten im Rahmen einer Operation entfernt oder durch eine Bestrahlung geschädigt, kann der Lymphabfluss dauerhaft beeinträchtigt sein. Dies erhöht das Risiko für die Entstehung eines Lymphödems erheblich.

Individuelle Diagnose als Grundlage der Behandlung

Lymphödem-Erkrankungen unterscheiden sich deutlich in Ursache, Ausprägung und Verlauf. Deshalb gilt auch hier: Eine konkrete Behandlungsempfehlung kann erst nach einer persönlichen Untersuchung und gesicherten Diagnose erfolgen. Nur so lässt sich beurteilen, welche Maßnahmen in Ihrem individuellen Fall sinnvoll sind.

Vereinbaren Sie jetzt einen Termin im Gefäßzentrum Alfred-Bozi-Straße in Bielefeld. Wir nehmen uns Zeit für Ihre Beschwerden und beraten Sie verständlich, individuell und verantwortungsvoll.

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